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Geschichte

Nach 1803 ist durch die Auflösung der Klöster und kirchlichen Hilfsorganisationen ein großes Vakuum in der Versorgung und Pflege von kranken Menschen entstanden. Abhilfe hat dann die Sozialgesetzgebung und die Gründung von Schwesternstationen erbracht.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts ging die Zahl der Eintritte in die Ordensgemeinschaften zurück, Stationen wurden aufgelöst. Diese Situation veranlasste Gemeindeseelsorger, Kommunalpolitiker, Verantwortliche der Krankenpflegevereine nach neuen Wegen der Krankenbetreuung und Familienpflege zu suchen.

Im Jahre 1973 schlossen sich 11 katholische Pfarrgemeinden - Abtsgmünd, Dewangen, Fachsenfeld, Heuchlingen, Hohenstadt, Hüttlingen, Leinzell, Neuler, Pommertsweiler, Schechingen, Untergröningen - in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH zusammen und gründeten gemeinsam die Sozialstation Abtsgmünd gGmbH. Die diente als Modell für die weitere Entwicklung im Land Baden-Württemberg. Untergebracht war die Einsatzleitung und Verwaltung im ehemaligen Krankenhaus in Abtsgmünd. Beigetreten sind der Station 3 evangelische Kirchengemeinden - Adelmannsfelden, Neubronn und Obergröningen.

1998 wechselte die Verwaltung in den Neubau im Hallgarten in Abtsgmünd. Das Gebäude steht im Eigentum der Sozialstation und ist im Seniorenzentrum integriert.

Der erste Geschäftsführer hieß für fünf Jahre Hans Müller, gefolgt vom damaligen Hüttlinger Bürgermeister Albert Brobeil, der - unterstützt von Waltraud Köble (Pflegedienstleitung) - sparsam wirtschaften konnte, worauf sein Nachfolger Walter Proll 1991 mit der Planung eines Neubaues und neuen Zentrums an der Lein in Abtsgmünd der Station eine Heimstatt geben konnte. Diese wird jetzt von Andrea Apprich geleitet. Seit 1998 ist Heidi Kratochwille Pflegedienstleiterin. Die Krankenpflegevereine ermöglichen das Anbieten von besonderen Leistungen, die von keinen Kassen übernommen werden.

Die Sozialstation Abtsgmünd gGmbH pflegt, hilft und berät heute in Ihrem Einzugsgebiet (Abtsgmünd und Umgebung) ca. 36.000 Einwohnern mit umfangreichen und spezialisierten Leistungen.

Ein ambulanter Hospizdienst mit ehrenamtlichen Helfern unter professioneller Leitung wurde im Jahr 2000 gegründet. Zwei Jahre später startet mit dem Café Vergissmeinnicht die Betreuung von altersverwirrten Menschen.

Mit der Therapie im Hallgarten - bestehend aus einer Praxis für Ergotherapie und einer Praxis für Logopädie - erweitert die Sozialstation ab Oktober 2005 ihren Tätigkeitsbereich entscheidend.

Im Juli 2008 gründet die Sozialstation zusammen mit der Gemeinde Abtsgmünd und der Stiftung Haus Lindenhof die Förderstiftung Abtsgmünd selbst. bestimmt. leben.

Heute im 21. Jahrhundert blickt die Sozialstation auf eine über 40-jährige segensreiche Arbeit zurück.